Wir mussten geh'n

 

Wir waren uns nah und hungrig nach Liebe.

Uns're Adresse hieß Wolke Sieben.

Wir glaubten, wir haben uns endlich gefunden,

fühlten uns so miteinander verbunden.

 

Der Alltag, er kam, und es sollte sich zeigen,

ich wollte reden, doch ich hörte uns schweigen.

Glaub' mir, ich würd' so gern mit dir reden,

doch so viel Worte sind mir nicht gegeben.

 

Bist du mir nah? Bist du noch da? Sag' was geschah!

Bist du mir nah? Bist du noch da? Sag' was geschah!

 

Wir wohnten zusammen und war'n doch allein.

Quälende Frage: Muss das so sein?

Habe ich dir denn nicht alles gegeben?

All meinen Witz, mein Schaffen, mein Streben?

 

Was ist jetzt dran: Geh'n oder bleiben?

Egal, was wir tun, wir sind traurig und leiden.

Es fällt mir nicht leicht, all das zu verstehen,

sag' mirt, wohin führt der Weg, wenn wir gehen?

 

Bist du mir nah? Bist du noch da? Sag' was geschah!

 

Einige Jahre sind seither vergangen,

jeder von uns ist allein fortgegangen,

Eine Erkenntnis ist uns geblieben:

Unsere Wege war'n zu verschieden.

 

Jetzt kann ich es seh'n, jetzt kann ich versteh'n:

Wir mussten geh'n...

 

Gedanken zum Song: Es gibt Mann-Frau-Beziehungen, die kein gutes Ende nehmen können. Wenn es trotz intensiver Versuche nicht gelingt, dann kann auch die Trennung die richtige Antwort sein. Am besten, wenn dies ohne Schuldzuweisung gelingt.

 

(Die kursive Schrift deutet an, dass das Lied im Dialog Frau/Mann mit verteilten Rollen gesungen wird.)

 

Text/Musik: Norbert Zimmer